Zurückweisung tut weh – und das sogar körperlich

Häufig wünschen wir uns, cooler auf Zurückweisung reagieren zu können. Mit einem flotten Spruch und einem Lächeln auf den Lippen. Das ist Übungssache. Was dazu gehört ist eine gute Portion Selbstvertrauen. Hier findest du 5 Strategien, wie du dein Selbstvertrauen steigern kannst.

Wie oft hab ich mir schon gewünscht, richtig schlagfertig auf Kritik antworten zu können. Die besten Sprüche fallen mir meistens dann ein, wenn der Moment schon längst vorbei ist. Wir sollten gnädiger zu uns sein – und der Kritik an uns nicht so viel Macht verleihen.

Durchatmen und reflektieren

Gerechtfertigte Kritik mag für manche Menschen schwer verdaulicher sein als unkonstruktive. Denn letztere prallt nach dem Motto ab „die Person hatte keinen guten Grund, das zu sagen/denken/fühlen.“ Was aber tun, wenn die Kritik gerechtfertigt ist oder einfach trotzdem schmerzt?

Wenn ihr euch in einer Situation wiederfindet, in welcher ihr schmerzhafter Kritik ausgesetzt seid, beantwortet euch im Stillen folgende Fragen, bevor ihr reagiert:

  1. Wer sagt mir das gerade?
  2. In welcher Situation?
  3. Was ist der Hintergrund?
  4. Hatte die Person vielleicht einen schlechten Tag und sucht ein Ventil, um den Frust loszulassen oder ist die Kritik gerechtfertigt?

Nach Beantwortung dieser Fragen werdet ihr merken, dass die Kritik in einem anderen Licht erscheint. So nehmt ihr sie nicht so leicht persönlich. Denn die Zurückweisung hat per se nichts mit eurer Person zu tun, es hat schlichtweg nicht zusammengepasst. Es hat nicht funktioniert. Das bedeutet nicht, dass gar nichts in eurem Leben funktioniert. Im Gegenteil:  In Zukunft wird etwas anderes, vielleicht sogar besseres, funktionieren. Gebt euch und den Dingen Zeit. Geduld ist da eine goldene Disziplin.

Nicht in den Angriff gehen

Ganz wichtig, wenn ihr mit negativen Äußerungen konfrontiert werdet: Nicht zurückschießen. Das bringt weder euch noch euren Gesprächspartner noch die Situation nach vorne. Im Regelfall verschlimmert sie sich noch. Wenn eine Entscheidung von dir abgelehnt wurde, dann kannst du der Person sagen: “Ich bin nicht hier, um dich zu überzeugen. Sondern um dir meine Entscheidung mitzuteilen. Egal wie, es wird passieren. Entweder bist du mit im Team oder du kannst von der Ersatzbank aus zu schauen. Ich wünsche mir, dass du mich unterstützt, möchte aber nichts erzwingen.” Das ist natürlich nur ein Beispiel.

Wenn ihr eine Absage auf eure Bewerbung oder ein Jobangebot bekommen habt, schadet es nicht, nachzufragen, woran es gelegen hat. So könnt ihr besser nachvollziehen, was ihr zukünftig anders macht, um eure Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

Wenn ihr einen negativen und umkonstruktiven Kommentar beispielsweise auf Social Media bekommt, dann könnt ihr freundlich für die Meinung desjenigen danken und euren Weg weiterverfolgen. Lasst eure Zukunft nicht von der Meinung irgendeines Fremden im Internet bestimmen. Lasst generell nicht zu, dass die Zurückweisung euch mürbe macht. Die Zukunft hat Großartiges mit euch vor.

Spart euch die Rechtfertigungen

Natürlich liegt es einem direkt auf der Zunge, seinen Standpunkt zu verteidigen und sich zu erklären. Doch lasst eins gesagt sein: Jemanden, der eure Entscheidungen nicht akzeptiert oder eine völlig andere Meinung zu einem Thema hat oder euch den Job nicht geben möchte, werdet ihr mit Erklärungen und Rechtfertigungen auch nicht überzeugen. Verschwendet nicht eure Energien und die kostbare Zeit damit, Menschen von etwas überzeugen zu wollen, was sie einfach nicht tolerieren.

Emotionen zu Hause freie Luft machen 

Ich bin kein Freund davon, seine Emotionen runter zu schlucken. Denn sie werden sich später ihren Weg nach draußen suchen. Und dann vielleicht in einer richtig ungünstigen Situation überkochen. 

Deswegen: Geht nach einem richtig miesen Tag zum Sport. Verprügelt den Boxsack stellvertretend für diesen blöden Kommentar. Stemmt Gewichte in die Luft. Ganz egal wie – powert euch aus! Sport hilft euch nicht nur über solche Situationen hinweg, sondern ist auch noch hervorragend für euer Business-Leben. 

Was außerdem hilft: Die Gedanken über die Kritik aufschreiben

Schreibt euch alles von der Seele, was euch bedrückt. Und schmeißt dann den Zettel weg, wenn ihr soweit seid, loszulassen. Lenkt ab einem bestimmten Punkt eure Gedanken aktiv wieder auf die Dinge, die euch Freude machen. Denn darum sollte sich eure Welt drehen – das Schöne und Positive in eurem Leben.

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