Als Business Coach für junge und ambitionierte Frauen kommen Klientinnen meist mit folgenden Herausforderungen zu mir: Sie wünschen sich Klarheit über ihre beruflichen Ziele, wollen mutiger und selbstbewusster ihren eigenen Weg gehen

Stress abbauen, besser im Zeit- oder Selbstmanagement werden und herausfinden, was sie im Leben wirklich wollen ohne zu zweifeln oder den falschen Karriereweg einzuschlagen. 

Mein Job ist es dabei mit besseren und cleveren Fragen zur Seite zu stehen und sie solange zu begleiten, bis sie ihre Ziele erreicht haben und den weiteren Weg aus eigener Kraft gehen können. Mein Job ist es, mich obsolet zu machen. 

Natürlich sind solche Gespräche nicht rein sachlich, sondern ganz im Gegenteil mit vielen Emotionen verbunden. Denn um Lösungen zu finden, gilt es, sich in einem ersten Schritt über seine Ziele und Probleme im Klaren zu werden. Das ist nicht immer angenehm. Coaching muss auch nicht angenehm sein, sondern lösungsorientiert. 

Coaching-Gespräche können emotional sein

Also fließen bei solchen Gesprächen auch mal Tränen oder es werden Gedanken geäußert, die man sich sonst nicht traut seinen engsten Freunden zu erzählen, aus Angst vor ihrer Reaktion oder ähnlichem.

Wir schauen uns neben den schönen, freien und angenehmen Zielen auch die Blockaden an, Ängste und Zweifel. Die man im Alltag lieber von sich schiebt, was ich verstehen kann – aber um zu wachsen und seine Träume zu machbaren Zielen zu machen, ist das ein notwendiger Schritt.

Was denkt mein Coach über mich?

So passiert es, dass ich schon des Öfteren auf Instagram oder auch Events angesprochen wurde, was ich denn so über meine Klientinnen denke. Beispielsweise, wenn es mal super emotional wird oder was ich denn von den Zielen und Problemen halten würde. Meine Einschätzung – ist auch eine gern gestellte Frage: Was denkst du denn über meine Situation?

Der letzte Fall ist easy – denn die Frage gebe ich dann genauso zurück: „Was denkst du denn darüber? Was würdest du dir als Coach raten?“ Und dann kommt meistens eh sowas wie „ach so schlimm ist es ja nicht, es ist okay, Schwäche zu zeigen, ist gut, dass ich das zulasse, weil sich dann der Druck löst“ oder direkte Lösungsvorschläge.

Es ist meine Aufgabe, wertfrei zu unterstützen

Ich entscheide nicht darüber, ob deine Ziele zu dir passen oder nicht. Ich helfe dir nur mit den richtigen Fragen dabei, herauszufinden, ob sie es sind oder nicht. Die Antwort ist sowieso schon in dir – manchmal ist sie nur sehr versteckt oder vom Nebel der Angst umklammert.

Es ist nicht meine Aufgabe, darüber zu urteilen, was meine Klientinnen mir anvertrauen. Natürlich gibt es Gespräche, die mehr von mir abverlangen als andere. Ich als Laura, nicht als Coach, leide an mancher Stelle mit, freue mich mega, wenn Ziele erreicht werden und ich letzten Endes nicht mehr gebraucht werde für dieses spezielle Anliegen. Dann habe ich einen guten Job gemacht. Aber wer bin ich denn, darüber urteilen zu dürfen, wie du dein Leben wahrnimmst. 

In meiner Arbeit habe ich Scheuklappen auf

Um es euch besser zu verdeutlichen, möchte ich euch einen Einblick geben, wie mein Hirn funktioniert, wenn ich im Coaching bin: Erstmal habe ich Scheuklappen auf. Meine persönlichen Einstellungen, wie ich glaube, dass ein gutes Leben auszusehen und sich anzufühlen hat, bleibt vor der Tür. 

Es gibt Grenzfälle

Natürlich gibt es Grenzfälle. Wenn jemand androht sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen beispielsweise. Dann werde ich diese Person nicht alleine lassen, bis sie mit jemandem sprechen kann, der dafür ausgebildet ist.

Oder wenn eine Person gerade jemanden verloren hat und in einem sehr ausgeprägten Trauerprozess steckt, dann bin ich nicht die richtige Person, um zu helfen. Selbstreflexion und Selbsterfahrung sind da ganz, ganz wichtig.

So und zweitens, wenn ich coache, dann laufen folgende Denkprozesse ab: Ich starte gerne mit ein wenig Smalltalk, damit wir uns aufeinander einstimmen und ich weiß, was sie in der Zwischenzeit getan hat. Jede Frage, die ich danach stelle, zielt darauf ab, deine Situation lösbar zu machen.

Wenn ich also eine Antwort bekomme, dann bin ich damit beschäftigt, aktiv zuzuhören. Das bedeutet nicht da zu sitzen und zu sagen „hmm, ja, oh das klingt aber spannend“, sondern darüber hinaus Notizen zu machen und das Gesagte zu analysieren. Und zwar nicht nach: „Gefällt mir das, was ich da höre“, sondern nach eventuellen Mustern, sprachlich so wie inhaltlich.

Wenn jemand sagt „Ich muss XY“ ist meine erste Frage „Wer sagt das?“ und je nachdem wie die Antwort lautet gehen wir tiefer. 

Wenn ich merke, dass jemand meinen Fragen vermehrt ausweicht oder den Fokus verliert, ist es meine Aufgabe, dass sich der Frage gestellt wird. Also spreche ich es an. Alles im Sinne der Problemlösung.

“Was frustriert dich als Coach?”

Da könnte man jetzt sagen, ok, verstanden du bewertest und urteilst nicht. Aber gibt es nicht auch Gespräche, die dich frustrieren? Oder dich irgendwie anders emotional anfassen? 

Ja, die gibt es. Und da stelle ich mir die Frage: „Warum frustriert mich das?“ Was triggert mich da? Was ist vielleicht auch mein Wunsch, der hier unbefriedigt bleibt.

Meine Frustration lasse ich aber nicht an meiner Klientin aus. Das ist ja ein Thema, was ich habe und für mich lösen muss, wenn ich meinen Job noch professionell weitermachen will. Dann nutze ich die Selbstreflexion oder auch Intervision mit anderen Coach-Kollegen, um diese Frustration in etwas Produktives weiterzuentwickeln.

Fazit: Ich urteile nicht.

Ich werte nicht. Ich bewerte nicht, was richtig und was falsch ist. Ich konzentriere mich darauf, was zielführend ist und was nicht. Und da ich das nicht immer weiß, frage ich das auch meine Klientinnen. Ist das, was du da gerade machst, zielführend? Unterstützt dich diese Tätigkeit im Hinblick auf deine Ziele? 

Ich hoffe, das konnte euch einen Einblick in meine Arbeit als Coach geben und vielleicht auch die Angst, Vorurteile oder auch Berührungsängste nehmen. Und wenn ihr noch Fragen zu dem Thema habt, dann schreibt es mir gerne in die Kommentare. 

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Schön, dich kennenzulernen! Als Business Coach helfe ich jungen, ambitionierten Frauen dabei, ihr “Warum” im Leben zu finden und beruflich so richtig durchzustarten. Mir ist es ein großes Anliegen, gemeinsam zu wachsen und den eigenen Weg zu gehen – wie auch immer dieser aussehen mag. Um deinen eigenen Weg zu gehen, ist es unglaublich wichtig, zu wissen, wie er überhaupt aussehen soll. Was dich glücklich macht, welche Stärken du in deine Ideen einfließen lassen kannst und welche Werte dich und deine Arbeit leiten. Lass es uns gemeinsam herausfinden!

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