Alle paar Wochen gibt es eine Facebook-Algorithmus-Änderung, welche die Medienwelt und ihre Experten erschaudern lässt. Unternehmen und Social Media Manager versuchen verzweifelt, die sinkenden Reichweiten mit Extrabudget vom Tiefpunkt ihrer bisherigen Erfolge abzuhalten – die Facebook-Apokalypse droht auszubrechen. Lohnt sich eine Investition in das bekannte soziale Netzwerk eigentlich noch? Haben Bewegungen wie #seeyouoninstagram oder #deletefacebook überhaupt eine Macht? Für viele Millenials war Facebook bereits out, als ihre Eltern anfingen, sich auf der Plattform breitzumachen und mit „Welches Tier bist du?“- Posts ihre Timelines fluteten.

Und doch sind die Reichweiten und Klickraten von einigen Seiten immer noch gut. Ja, nicht mehr so hervorragend wie einst. Dennoch bleibt Facebook ein gutes Instrument für den Extraboost der geschriebenen Artikel von ihren Websites oder die Awareness ihrer Marke. Und ja, am besten funktioniert das nicht rein organisch, sondern in Verbindung mit Werbebudget. Wir sollten aufhören, uns solch eine Angst einreden zu lassen.

Wir sollten die Sozialen Netzwerke und ihren Algorithmus nicht verteufeln

Gefährlich wird es, wenn sich Unternehmen und Seitenbetreiber so sehr auf Facebook eingeschossen haben, dass sie darüber die anderen Kanäle und vor allem ihr Hauptprodukt (meist die eigene Website) vergessen. Denn Facebook sowie Instagram, Pinterest und Co. bleiben zumeist zusätzliche Kanäle, die eine individuelle Behandlung und Zuwendung brauchen. Mit zusätzlich aufbereitetem Content, der auf jedem Kanal eine eigene Geschichte erzählt und monatlichem Reporting sowie einer fundierten Analyse der ausgeworfenen Zahlen. Mit den wichtigsten KPIs zum Erfolg: Beispiel Instagram.

Denn nur so findest du heraus, welche Themen bei Facebook gut funktionieren und geklickt werden. Beispielsweise ist zu meiner Überraschung der meistgeklickte Artikel von THE BOSS WAY auf Facebook dieser hier. Sobald du weißt, was auf deiner Facebookseite gut angenommen wird und was nicht, kannst du deine Kampagnen darauf anpassen und beispielsweise Posts mit guten Klickraten oder hohem Engagement mit Extrabudget pushen.

Engagement-Rate versus Klickrate – Was ist wichtiger?

Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Es gibt auch schließlich keine Geheimformel, mit der alle deine Posts gut performen. Es kommt ganz auf die Ziele deines Unternehmens an – Möchtest du deine Marke stärken oder mehr Websitebesuche erzielen? Meist lautet die Antwort: Beides. Ein guter Contentmix aus Bildern und Videos, die direkt auf Facebook stattfinden und Linkposts, die auf Artikel verlinken, sind da schon ein Anfang und das kleine 1×1 des Online Marketings.

Ein paar Grundsätze, die im Umgang mit Facebook im Hinterkopf zu behalten sind

  1. Man bietet mit seinem Budget auf einen Werbeplatz und tritt damit automatisch gegen andere Unternehmen an. Ein Budget von 10 Euro auf einen Post hat beispielsweise um die Weihnachtszeit, in denen sich die großen Konzerne einen Marketing-Showdown liefern, geringe Chancen.
  2. Facebook liefert eine Menge Statistiken zum Auswerten, hier muss man die Kennzahlen betrachten, die für das eigene Analysieren auch wirklich relevant sind und sich nicht von der Masse an Informationen erschlagen lassen.
  3. Es geht auch ohne Budget: Gruppen sind gerade total im Trend – Facebook setzt auf die Vernetzung von Mensch zu Mensch. Deswegen haben es Seitenbetreiber und Unternehmen gerade etwas schwer. Betreibst du einen Blog oder ähnliches solltest du deine Beiträge auf jeden Fall in Facebook-Gruppen teilen und auch dort wieder ein wenig aktiver werden.
  4. Facebook steht auf Video – aber Vorsicht vor Pseudo-Clips! Ein Clip, der lediglich aus Text besteht und in dessen Hintergrund eine halbherzige Animation von 5 Sekunden stattfindet, wird abgestraft.
  5. Vorsicht auch vor Abstimmungs- oder Aufforderungspost a la „Liebst du das Wochenende auch so wie wir? Dann kommentiere jetzt mit JA!“ – mal ganz abgesehen davon, dass es sich hier um das genaue Gegenteil von lyrischer Verausgabung und inhaltlicher guter Kreation handelt, mag Facebook diese Art Posts auch nicht sehr.
  6. Jede Plattform funktioniert anders, auch wenn sie alle unter dem Dach Social Media laufen. Bestenfalls hast du für jede Plattform eine eigene kleine Social-Strategie und erzählst eine etwas andere Seite deiner Geschichte/Marke.
  7. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren – denn was heute noch out war, ist morgen vielleicht wieder in oder umgekehrt – bestes Beispiel: die Facebook-Gruppen.
  8. Consistency is key – Wer seine Social-Media-Kanäle nicht regelmäßig und konsistent pflegt, darf auch keine Wunder erwarten.

Über ein wenig Support auf unserer Facebookseite freuen wir uns immer <3

2 KOMMENTARE

  1. Liebe Laura,
    danke für diesen Artikel und im übrigen auch alle anderen. Da ich ja, wie du dich vielleicht erinnern kannst, noch blutiger Anfänger was Business und Social Media betrifft bin, wollte ich fragen, ob du eine Buchempfehlung hast. Ich muss mich unbedingt noch etwas mehr reinlesen in das ganze Thema? Obwohl mir deine Beiträge schon ganz viel helfen.

    Liebe Grüße
    Sandra

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