Ohne Businessplan legst du den Grundstein für das Versagen deines Unternehmens. Oder anders ausgedrückt – mit Businessplan bist du mit deiner Selbstständigkeit auf der sicheren Seite. Er hilft euch BOSSBABES-to-be nicht nur, eure Geschäftsidee zu einer Strategie zu formen, sondern auch andere von eurer Businessidee zu überzeugen. Egal ob Investoren, Banken, die Genehmigung für Fördermittel oder nur für euch, um eure wilden Entrepreneur-Fantasien wahr werden zu lassen – der Businessplan ist das Werkzeug, um eurem Unternehmen einen erfolgreichen Start zu bescheren. Doch der Weg zum fertigen Plan kann leicht überfordern, gerade wenn die Materie völlig neu für euch ist. Keine Panik, in diesem Artikel lernt ihr, aus welchen wichtigen Bausteinen jeder Businessplan besteht, sodass ihr das Gelernte auf euren individuellen Plan anwenden kannst. Im Video besprechen wir alles nochmal ein Stück ausführlicher und mit einigen hilfreichen Beispielen.

Learnings, die ich aus dem Verfassen meines eigenen Businessplans gezogen habe

  1. Ein Businessplan schreibt sich nicht an einem Tag – wie sagt man so schön? Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut und schon gar nicht allein.
  2. Deswegen… Holt euch Unterstützung! Es ist von Vorteil, wenn ihr den Businessplan nicht alleine schreibt, sondern euch Unterstützung von Experten holt. Wenn ihr niemanden in eurem nahen Umfeld habt, gibt es beispielsweise Hilfe bei eurer ortsansässigen IHK oder auf businessplan.org – scheut euch nicht hier die Suchmaschine eures Vertrauens um Rat zu fragen.
  3. Ein fertiger Businessplan ist nur ein temporärer Zustand. Mit dem Bestehen deines Unternehmens werden sich neue Ziele und Maßnahmen ableiten, die wiederum in einem Plan festgehalten werden sollen, um sie auch zu erreichen. Natürlich sind diese Mini-Folge-Business-Pläne bei Weitem nicht so ausführlich wie der erste.

5 W-Fragen, die dir helfen, einen Businessplan zu schreiben

Warum? Du möchtest dich selbstständig machen, hast aber noch keine Ahnung mit welchen Produkten oder welche Preise du verlangen möchtest? Dann hilft dir der Businessplan, deine Visionen zu formen, deine daraus resultierenden Ziele realistisch zu planen, deine Zielgruppe, Ansprache, Produkt bzw. Dienstleistungen und Finanzen zu bestimmen. Oder benötigst du finanzielle Unterstützung und möchtest jemanden überzeugen, sein Geld zu investieren?

Für wen? Die Antwort resultiert schon aus dem „Warum“. Es gibt verschiedene Adressaten – wer ist deiner? Stellst du den Plan für dich oder Banken, zur Beantragung von Fördermitteln, einem Mitvertrag oder anderen Investoren? Je nachdem wie deine Antwort ausfällt, sieht der Businessplan jedes Mal ein wenig anders aus, die einzelnen Bausteine bekommen ein anderes Gewicht und die Reihenfolge des Inhalts verändert sich.

Wann? Idealerweise schreibt ihr den Businessplan in der Planungsphase. Es gibt die folgenden Phasen des Unternehmertums:

  1. Planungsphase + Research
  2. Umsetzungsphase + Designphase
  3. Akquisephase
  4. Launch

Wichtig: Die Phasen gehen ineinander über und können teilweise auch gleichzeitig stattfinden. Da gibt es ebenfalls nicht DAS Schema F.

Wo? Damit ist jetzt nicht der Ort deines Aufenthalts gemeint, sondern die Form, die dein Businessplan am Ende annimmt. Dieser resultiert aus der Beantwortung, für wen du den Businessplan schreibst: Für dich? Dann reicht eine Datei auf deinem Laptop. Banken wünschen sich beispielsweise ein gedrucktes Exemplar und manche Anträge zur Fördermittelbewilligung müssen online ausgefüllt werden.

Wie? Ein Businessplan besteht aus ein paar festen Bausteinen, es gibt jedoch nicht die eine richtige Reihenfolge, in welcher ihr den Plan verfasst oder schlussendlich präsentiert.

Für Banken, Investoren oder Fördermittel steht die Finanzierung ganz oben an der Spitze, das bedeutet nach Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassung sollten die Finanzen kommen. Im Folgenden arbeiten wir mit der Reihenfolge, die ich für meinen eigenen Businessplan aufgestellt habe, als Beispiel. Die Kapitel und deren Unterkategorien sind hier nur angerissen, seht dies bitte nur als Anregung und nicht als fertige Gliederung. Auch die Fragen sind nur angerissen und nicht in aller Ausführlichkeit dargestellt, sie sind lediglich kleine Ankerpunkte, damit ihr wisst, wo ihr starten könnt.

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Nicht zu vergessen!

Wenn ihr den Businessplan zum Beispiel für Banken, Investoren, zur Beantragung von Mitteln schreibt – beachtet die Vollständigkeit. Wenn auch nur eine kleine Sache in eurem Antrag fehlt, wäre es schade, wenn er wegen einer solchen Nichtigkeit abgelehnt würde.

Solltet ihr merken, dass euer bisheriger Plan nicht aufgeht, werft nicht gleich die Flinte ins Korn. Es gibt zwei Grundprinzipien, die jeden Plan gelingen lassen. Ein guter Plan ist einer, der flexibel ist. Verändert nicht das Ziel, sondern passt den Plan an, wenn ihr merkt, dass ihr mit eurer bisherigen Strategie stagniert. Für ein bisschen Inspiration schaut euch gerne die Businessplanbeispiele von Existenzgründern an.

Welche Schwierigkeiten hattet ihr beim Erstellen eures Businessplans? Was hat euch geholfen? Lasst uns eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren wissen!


Nachtrag von foodpunk.marina: “Die Liquiplanung ist eher eine Kontrolle dafür, dass man den finanziellen Verfügungsrahmen nicht überschreitet. Viele Zahlungen fallen nicht nur monatlich sondern z.B. quartalsweise an. In meinem Fall sind das z.B. die Lohnsteuer und einige Rechnungen von Dienstleistern. In der Liqui kann man auch die Zahlungsziele einzelner Rechnungen beachten. Das ist für den Businessplan natürlich nur dann relevant, wenn zu Dienstleistern, Kooperationspartnern und geplanten Investitionen schon Daten vorliegen. Eine grobe Liquiplanung braucht es aber auf jeden Fall. Auch wenn die Firma ausreichend Kapital hat, kann es im Verlauf des Jahres zu Engstellen kommen, weil viele Zahlungen auf einmal fällig sind. Die Liqui ist auch Grundlage des Kapitalbedarfs und auch ein Entscheidungspunkt dafür, ob man Fremdkapital benötigt. Themen wie ‘welche Investoren brauche ich’, ‘wieviel Geld will ich von welchem Investor’ und ‘welche Investitionsart/Beteiligungsform’ und ‘wieviel Prozent bekommt ein Investor’ sehe ich eher in einem Unterpunkt über Gesellschaftsstruktur.”

9 KOMMENTARE

  1. Sehr gute Zusammenfassung von Laura – so verliert das Monstrum “Businessplan” doch echt schon eine Menge von seinem Schrecken. Wenn ihr ALG 1 oder 2 bezieht könnt ihr euren Sachbearbeiter im Job Center auf ein für euch kostenloses Existenzgründercoaching ansprechen. Ihr erhaltet einen Gutschein und im Coaching wird eure Businessidee auf Herz und Nieren geprüft und der Coach erstellt mit euch gemeinsam den Businessplan. (Ich bin zum Beispiel so ein Coach 😉) Go for it – ist gar nicht so schlimm 😊💪🏻

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