Der Begriff Personal Branding kommt aus dem Marketing – wieso sollte es euch also als Privatperson betreffen? In Zeiten Social Medias und dem digitalen Zeitalter geht es uns alle etwas an, wie wir uns der Außenwelt präsentieren (möchten). Und nicht nur dort: Überall wo ihr präsent seid, habt ihr die Chance euch zu positionieren. Mit eurer Positionierung und Präsentation habt ihr es in der Hand, den Eindruck zu vermitteln, den ihr erreichen wollt.

Personal Branding bedeutet, sich selbst zur Marke zu machen

Denn es geht nicht mehr darum, OB ihr eine Eigenmarke habt, sondern wie ihr sie definiert. Nahezu jeder von uns hat ein Facebook-Profil, einen Instagram-Account oder ist sonst wie im Internet vertreten. Ihr habt zwei Möglichkeiten: Entweder alles laufen lassen und auf Glück hoffen oder die Kontrolle zu übernehmen und das Glück auf eure Seite zu ziehen. Denn wenn ihr euch selbst als Eigenmarke versteht und positioniert, werden euch Fragen wie “Wer bist du, was machst du, wo willst du hin?” nicht mehr überfordern.

Das geht am einfachsten, wenn ihr euch aus externer Perspektive betrachtet – Seht euch selbst als euer eigener Kunde. Folgende Strategien helfen dir, deine eigene Marke zu festzulegen:

Positioniert eure Eigenmarke

Holt euch Stift und Papier und schreibt all die Eigenschaften auf, die euch zu der Person machen, die ihr seid. Wenn euch das schwerfällt, dann denkt darüber nach, wie Außenstehende euch beschreiben würden. Hier geht es nicht darum, nur die guten Charaktereigenschaften zu Papier zu bringen – sondern möglichst authentisch zu definieren, was euch ausmacht. Der Fokus kann auf jeden Fall auf der besten Version von euch liegen, doch versucht euch nicht über Wörter oder Jobs zu definieren, die ihr einfach nicht darstellt.

Experten und Nischen willkommen: Spezialisiert euch

Bei dieser Übung geht es nicht darum, den ganzen Bauchladen zu präsentieren, wer ihr seid und was euch ausmacht. Natürlich habt ihr viele Rollen und Facetten, doch hier geht’s um euer Business- bzw. Internet-Ich (wo auch immer bei dieser Übung euer Fokus liegt). Konzentriert euch auf die Nische, die ihr darstellen/füllen wollt. Dabei kann es hilfreich sein, wenn ihr euch vorstellt, wo ihr euch präsentieren möchtet. Ihr möchtet beispielsweise eure Selbstständigkeit auf Social Media vorantreiben? Dann schlüpft in das Bossbabe und erzählt, wie ihr anderen Menschen mit euren Produkten oder Leistungen helft.

Habt keine Angst davor, euch zu spezialisieren. Ihr macht Social Media Management? Dann grenzt es ein! Seid ihr vielleicht ein Facebook-Experte und kennt euch hervorragend im Thema Fitness aus? Dann drückt das aus! Ihr seid Online-Marketing-Experte? Dann grenzt den Bereich ein, indem ihr euch hervorragend auskennt. Stellt einfach heraus, was euch von der Masse an “Online Marketing Experten” in diesem Beispiel abhebt. Das lässt sich auf jeden anderen Bereich übertragen.

Wenn ihr keine spezielle Fähigkeit habt, die ihr präsentieren könnt, dann lernt eine. Nur weil man seine Nische noch nicht gefunden hat, heißt das nicht, sie würde nicht existieren. Kreiert eure eigene. Ihr habt euren Platz noch nicht gefunden? Dann erschafft ihn.

Wer bist du, was machst du, was kannst du für mich tun?

Schreibt aus euren Erkenntnissen eine kurze Biographie. Dieser Text sollte maximal aus 2-3 Sätzen bestehen. Auf keinen Fall mehr, da wären wir dann wieder beim Bauchladen, der alles zeigt, was ihr so erlebt habt. Das interessiert die Leute nicht. Die Leute interessiert, was ihr für sie tun könnt und wie sie euch einzuordnen haben.

Das kann so aussehen: “Ich bin Marie, Personal Branding Coach und helfe meinen Kunden dabei, sich erfolgreich zu positionieren und den Grundstein für eine lukrative Zukunft zu legen. Außerdem stehe ich auf Halbmarathon-Wettkämpfe.” – oder so ähnlich. Der kleine persönliche Fakt am Ende hilft den Leuten, euch besser im Gedächtnis zu behalten. Das ist besonders auf großen Veranstaltungen von Vorteil.

Falls ihr schon eine Kurzbiographie habt, updatet sie in regelmäßigen Abständen. Denn das Leben schreibt ständig neue Geschichten. Passt die Kurzbiografie außerdem eurem Publikum an. Euch als Bloggerin mit einem großen DSGVO-Problem in einem Fotografie-Workshop vorzustellen, ist vielleicht nicht der beste Einstieg. Wobei ihr damit sicherlich im Gedächtnis bleibt. Als die, mit dem großen Problem.

Schreckt nicht davor zurück, eure Arbeit anzupreisen

Sich selbst zu verkaufen, ist den meisten Leuten unangenehm. Dabei geht es gar nicht darum, wie ein Marktschreier im Internet unterwegs zu sein und allen Leuten zu sagen: “KAUFT MEINE PRODUKTE, ICH BIN SUPER!” Es ist viel subtiler: Es geht darum, mit der Darstellung und Verbreitung eurer Inhalte und Persönlichkeit Vertrauen aufzubauen. Nur wenn die Leute euch und euren Leistungen vertrauen, sind sie auch bereit, in euch zu investieren.

Wenn ihr euer eigenes Unternehmen besitzt, seht zu, dass ihr eure Arbeit online feiert – und das nicht nur auf deiner eigenen Website. Verbreitet sie im Internet – auf Instagram, Facebook, Pinterest, YouTube oder einem Newsletter. Die Plattform ist abhängig kommt von eurer Arbeit (verbreitet ihr Bilder, Video, Text?).

All diejenigen BOSSBABES unter euch, die einen ausführlich Personal Branding Guide mit Fachsprache für sich entdecken möchten, sind auf Toushenne gut aufgehoben. Kleiner Hinweis: Das ist Fortgeschrittenen-Lektüre mit sehr viel Marketing-Fachtermini. So ausführlich braucht ihr euch nur mit dem Personal Branding auseinandersetzen, wenn ihr vorhabt, ein eigenes Unternehmen oder ähnliches aufzubauen.

1 KOMMENTAR

  1. […] Hier ist es von enormer Wichtigkeit, dass ihr eure Positionierung schärft und klarstellt, was euch und eure Expertise besonders macht. Ihr seid nicht nur Social Media Experte, sondern Profi in Pinterest? Dann macht das deutlich. Die Welt braucht nicht den x-ten Texter, Mediendesigner oder Social Media Manager. Interessant wird es, wenn ihr eure Nische klar definiert. Mehr darüber erfahrt ihr in dem Artikel „Personal Branding: Wer bist du, was machst du, wohin willst du?“ […]

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