2014 wagten Nadine und Verena den Schritt in die gemeinsame Selbstständigkeit und gründeten die Agentur NVC public relations. Das Besondere an ihrer Geschichte: Sie kündigten ihren Job und hatten noch keinen Plan B – außer der Idee, sich gemeinsam selbstständig zu machen. Heute führen sie erfolgreich NVC public relations rund um die Themen Pressearbeit, Influencer Marketing und Social Media.

Wie kamt ihr auf die Idee, gemeinsam zu gründen?

Verena: Die Idee zur Selbstständigkeit hat schon immer in uns geschlummert. Schon 9 Jahre vor der Gründung von NVC sinnierten wir über zahlreiche Ideen, was wir machen könnten.  Der Gedanke ließ uns keine Ruhe bis wir eine kleine Ladenfläche in der Maxvorstadt sahen. Da wussten wir, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen.

Nadine: … und haben zwei Tage später gekündigt. Wir haben das Pferd von hinten aufgezäumt. Wir wussten erstmal nicht, mit was wir uns selbstständig machen wollen, hatten aber eine ganz klare Vorstellung wo und in welchem Ambiente. In gemeinsamen Gesprächen hat sich ganz schnell rauskristallisiert, dass wir nicht für das klassische Angestelltenverhältnis geschaffen sind.

Wie seid ihr dann auf die Idee zu NVC gekommen?

Nadine: Uns hat mal jemand gesagt: „Wenn man sich selbstständig macht, soll man das machen, was man gut kann. Nicht, dass, was man liebt.“ Von unserem Studium und der Berufserfahrung ist das, was wirklich gut können, PR.

Könnt ihr das bestätigen? Das ist ja schon eine steile These, die da aufgestellt wurde.

 Verena: Das ist ein altes Denken. Nach vier Jahren merken wir, dass wir uns dahin entwickeln, dass wir immer mehr von dem tun, was wir lieben. Denn bei solchen Projekten wird man besonders gut.

Nadine: Die Kombination aus beidem ist perfekt. Für den Anfang war das Denken gut. Gerade wenn man sagt, man nimmt keine großen Kredite auf. Dadurch benötigt man nicht so viel von außen und schafft vieles selbst. Im Idealfall ist es später dann natürlich so, dass es sich dorthin entwickelt, dass man das, was man kann mit dem kombiniert, was man liebt.

Vor welchen Herausforderungen steht man als junge Gründerin?

Nadine: Das Problem ist einerseits, dass man schnell als arrogant abgestempelt wird, weil man auch versucht, sich zu behaupten. Andererseits auch nicht ernst genommen wird. Das war auch immer so unser Problem.

Verena: Genau. Wir wurden oft als zu jung eingestuft und oft naiv belächelt. Wenn wir dann von unserer Berufserfahrung erzählten, konnten die Leute meist gar nicht glauben, dass wir nicht gerade von der Uni kommen. So nach dem Motto: „Kann ich mal Zeugnisse sehen?“ Wir mussten uns oft beweisen, zeigen, was wir können. Aber das war kein Problem für uns, denn das beweisen wir gerne (lächelt verschmitzt).

Welche Tipps habt ihr für Selbstständige, die gemeinsam gründen?

Verena: Wenn man mit Geschäftspartner zusammen gründen will, sollte man sich genau überlegen, wer die richtige Person ist. Ich würde eher immer mit einer Person gründen, wo ich weiß, die kenne ich, mit ihr kann ich gut arbeiten und es entsteht eine Idee zusammen. Die Wahl der Person ist im Prinzip für mich entscheidend. Denn das Unternehmen lebt von den Personen, die dahinterstehen.

Nadine: Man sollte sich jemanden suchen, der auf Augenhöhe ist, Freundin und Respektsperson in einem. Es wird schwierig, wenn man sich ein Team wünscht und sich erstmal einen Geschäftspartner sucht, um nicht alleine zu gründen. Das funktioniert nicht.

Was habt ihr für die Zukunft geplant?

 Verena: Wir launchen unser eigenes Reise-Magazin ITCHYfeet mit handverlesenen Geheimtipps. Wir haben schon viel in der Tourismusbranche gearbeitet und so war das eben die logische Weiterentwicklung von der PR. Dort findet man unsere geheimen Reisetipps – unsere zweite Leidenschaft neben NVC.

Nadine: ITCHYfeet ist unsere Weiterentwicklung von dem, was wir können zu dem, was wir lieben. Dort wird jeder irgendetwas finden, was ihm noch kein Begriff ist. Wir hoffen, dass dort viele schöne Tipps für viele tolle Menschen dabei sind.

Was bedeutet für euch Erfolg?

Nadine: Wenn ich das Gefühl habe, ich habe meinen Tag sinnvoll genutzt, dann habe ich ihn erfolgreich verbracht.

Verena: Für mich frei zu sein. Frei entscheiden zu können, wann ich wie arbeite. Wenn ich das über mehrere Jahre leben darf, dann bin ich erfolgreich.

Würdet ihr wieder zurück ins Angestelltenverhältnis gehen?

Verena: Nein.

Nadine: Wenn es sich vermeiden lässt, nein.

Vielen Dank für das tolle Interview!

Hier kommt ihr zu den Interviews mit NATURALOU Gründerin Louisa Dellert und Personal Trainerin Stefania Lou.

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Schön, dich kennenzulernen! Als Business Coach helfe ich jungen, ambitionierten Frauen dabei, ihr “Warum” im Leben zu finden und beruflich so richtig durchzustarten. Mir ist es ein großes Anliegen, gemeinsam zu wachsen und den eigenen Weg zu gehen – wie auch immer dieser aussehen mag. Um deinen eigenen Weg zu gehen, ist es unglaublich wichtig, zu wissen, wie er überhaupt aussehen soll. Was dich glücklich macht, welche Stärken du in deine Ideen einfließen lassen kannst und welche Werte dich und deine Arbeit leiten. Lass es uns gemeinsam herausfinden!

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