Eine erste Bilanz vom BOSSBABE ON THE RISE zur Selbstständigkeit

Ich bin weder ein halbes, geschweige denn ein ganzes Jahr selbstständig, dennoch ist es mir ein großes Anliegen, mit euch gemeinsam zwischendurch immer auf meine eigene #GIRLBOSS-Story zu schauen und meine Lehren zu ziehen. Wie sonst könnte ich a) ein Vorbild und b) fokussiert bei der Sache bleiben? Die ersten Monate waren kein Zuckerschlecken, wer mich auf Instagram verfolgt, weiß das. Dennoch gilt stets die eine Devise: Nicht aufgeben!

3 Monate Achterbahnfahrten, kein Ende in Sicht. Im Heidepark hätte ich das günstiger gehabt.

Mit Sicherheit. Dann wäre es jedoch nicht annähernd so nervenaufreibend und lehrreich gewesen. Eine Sache, die ich stets predige: Wenn du dabei etwas lernst, ist dein Weg hier noch nicht zu Ende und sollte es sich um die bloße Tatsache handeln, zu lernen, wie es nicht geht. Am Ende zählt nur, was du aus der Geschichte mitnehmen konntest. Mir ist wichtig, heute Bilanz zu ziehen, um die guten wie auch die schwierigen Situationen zu reflektieren und nicht zu vergessen. Denn manchmal vergesse ich welchen Tag wir haben, ja sogar in welcher Stadt ich gerade aufwache. Meine Lehren beziehen sich auf drei Bereiche: Arbeitszeit, Selbstvertrauen und das Geld.

Das liebe Geld

Den einen Monat arm wie eine Kirchenmaus, gerade einmal müde 100€ verdient – und im nächsten Monat steht ein Plus von 7.000€ auf dem Konto. An diese Differenz muss man sich gewöhnen: Den einen Monat verdienst du fast nichts, am anderen prescht es im Überfluss auf dich ein. Mich erwischte es kalt, dachte ich im kargen Monat direkt daran, alles für die Sicherheit wieder aufzugeben und ab sofort in eine Festanstellung zu wechseln. Weil ich kein starkes Nervenkorsett im Thema Finanzen besitze. Noch nicht. Man erarbeitet sich mit der Zeit eine gewisse Gelassenheit. Das habe ich mir jedenfalls so sagen lassen. Mein Glück, dass meine Bewerbung es nicht bis zum persönlichen Gespräch schaffte. Ja, das kratzt am Ego. Aber es bedeutet auch, dass ich wieder ein paar Monate länger für meinen Traum von Selbstbestimmung und Verwirklichung kämpfe.

Bei einem Familientreffen bekam ich von der Verwandtschaft sofort die Frage an den Kopf, ob sich “diese Selbstständigkeit denn auch lohnen würde… also so finanziell?” Was ich denn verdienen würde, fragten sie. Es kam mir komisch vor, da sie mich diese Frage zu Zeiten von Praktika und befristeten Festanstellungen nie stellten. Wahrscheinlich weil sie davon ausgingen, es würde eh nicht so viel sein. Eine Ahnung von der Branche würde ich ihnen an dieser Stelle nicht unterstellen. Genauso wenig wie ich Ahnung von ihrer habe.

Dennoch: Ich kann hier nur für mich sprechen. Finanziell lohnt sich das Abenteuer “Selbstständigkeit” für mich im Vergleich zu meinem Volo-Gehalt definitiv. Doch kann man nicht davon ausgehen, dass das auch so bleibt. Auf zwei, drei fette Monate folgen eventuell wieder ein paar karge. Das weiß ich vorher nicht. Was ich tun kann: Jeden Tag aufs Neue wieder was für mein Geld tun, ich bin selbst dafür verantwortlich. Hier gibt es keine Stechuhr, die dir sagt, wann genug ist, du den Stift fallen lassen kannst. Dafür gibt es aber auch keine Obergrenze im Verdienst, du musst nur gut genug in deinem Job sein, deine Kunden begeistern, abliefern und weiter Feuer entfachen. Dann wird alles gut.

Wenig Zeit für irgendwas anderes außer Arbeit

Das schließt gleichzeitig eine weitere Erfahrung der letzten Monate ein: Wenig Zeit für irgendwas. Eigentlich alles außer die Arbeit. Meine erste Reaktion: Ich nahm zu. Unerheblich, Fremden würde das wahrscheinlich nicht mal auffallen. Meine Hosen erzählen da aber eine ganz andere Geschichte. Denn wenn ich nicht gerade an meinem Laptop sitze, esse ich oder denke über die Arbeit nach. Das ging soweit, dass ich all die Projekte, Möglichkeiten, Reisen, Gespräche und natürlich auch Sorgen mit ins Bett nahm. Zärtlichkeit in der Beziehung, wohliges Ein- und Durchschlafen, erholsame Nächte, Gespräche ohne das Smartphone am Tisch… sie sind Seltenheit geworden. Weil ich noch nicht meinen Flow und Alltag gefunden habe.

Und soll ich euch was sagen? Das ist in Ordnung so. Manche Dinge brauchen ihre Zeit. Ich weiß schließlich, dass dieser Zustand nicht von jahrelanger Dauer sein wird. Sobald sich die anfängliche Unsicherheit etwas legt, fällt mir auch das Abschalten wieder leichter. Mein Glück auch hier, dass ich einen überaus verständnisvollen Partner an meiner Seite habe. Nicht zuletzt, weil er selbst ein kleiner Workaholic in diesem Jahr ist. Und Spotify Bibi Blocksberg sowie ablenkungsreiche Hörbücher am Start hat. Damit lässt es sich abends gut abschalten und irgendwann sicherlich auch einschlafen.

Zweifel vs. BOSSBABEMODE

Dieser Punkt ist meiner Persönlichkeit zuzuschreiben. Ich bin ein nachdenklicher Mensch, stets von einer gewissen Dunkelheit umhüllt. Ich nehme das Leben nicht leicht, an einigen Stellen noch zu persönlich, kreative Phasen packen mich in durchaus andauernden melancholischen Stunden. Was ich hier lernen muss(te): Nicht von der Negativität treiben lassen! Das ist ein altes Muster von mir, in das ich gerne verfalle. Doch ein richtiges BOSSBABE strotzt vor Selbstbestimmung und Gradlinigkeit. Diese Diskrepanz beschäftigt mich hin und wieder, mal mehr mal weniger schwer. Meine Lösung: Ich gönne mir Stunden des Zweifels. Hinterfrage dann alles, mich, die Welt und jeden erdenklichen Lebensentwurf. Durchlebe jeden von ihnen und ziehe meine Lehren draus. Wenn ich jetzt alles schmeiße und den nächsten Flieger auf die einsame Insel nehme – würde mich das glücklicher machen? Wenn ich um jeden Preis einen festen Job anstrebe – wäre das erfüllender? … Lebensplan A, Lebensentwurf B. Und dann ist Schluss.

Dann kratze ich das letzte bisschen Selbstsicherheit zusammen und arbeite weiter an meinem ganz eigenen Imperium. #BOSSBABEontherise

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Schön, dich kennenzulernen! Als Business Coach helfe ich jungen, ambitionierten Frauen dabei, ihr “Warum” im Leben zu finden und beruflich so richtig durchzustarten. Mir ist es ein großes Anliegen, gemeinsam zu wachsen und den eigenen Weg zu gehen – wie auch immer dieser aussehen mag. Um deinen eigenen Weg zu gehen, ist es unglaublich wichtig, zu wissen, wie er überhaupt aussehen soll. Was dich glücklich macht, welche Stärken du in deine Ideen einfließen lassen kannst und welche Werte dich und deine Arbeit leiten. Lass es uns gemeinsam herausfinden!

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