Früh morgens mit frischer Energie und Motivation aufwachen und den Tag an den Wurzeln packen: An manchen Tagen bleibt diese Vorstellung ein schwer zu erreichender Traum. Vor allem, wenn wir uns wieder einmal eine Nacht um die Ohren schlugen, unseren erschöpften Körper zu spät ins Bett schleppten. Tagsüber wollen die Augen dann bereits mittags schon zufallen, dein Gewissen ruft gerade noch “Babe, bleib wach, diese eine Aufgabe noch”, doch dein Hirn hat schon längst abgeschaltet…

Die richtige Schlafhygiene – ein kleiner Masterplan

Seien wir ehrlich: Du bist nur so gut in deiner Arbeit, wie du dich fühlst. Störfaktoren wie zu wenig Schlaf, zu viel Stress und fehlende Motivation sind absolute Killer für BOSSBABES. Wie ihr trotz durchzechter Nacht gut in den Tag startet, erfahrt ihr hier (kleiner Hinweis: Hände weg vom Handy!). Wenn das Wort “Schlafhygiene” neu für dich ist, dann ist es trotzdem noch nicht zu spät!

Geh sofort schlafen, wenn du müde wirst

Wartest du ab und kommst einmal über den Punkt des Müdeseins, fällt es dir und deinem Körper schwer, wieder den Punkt zum Einschlafen zu finden. Schau nicht auf die Uhr und wäge ab, ob du jetzt schon schlafen gehen solltest oder noch unbedingt das Ende des Film sehen willst – geh einfach ins Bett und lies dir zur Not am nächsten Morgen das Ende bei Wikipedia durch oder lass dir von Netflix die Stelle von gestern anzeigen.

Das Bett gehört dir

Nicht der Unruhe, dem Gedankenkarussell, Zweifeln, Ängsten oder Schmerzen, nur dir als Person. Sollte dein Hirn rattern und du nach 10 Minuten nicht einschlafen, steh auf – raus aus den Federn mit dir! Hol dir ein kleines Notizbuch zur Seite und schreibe dort alle Gedanken, die dich beunruhigen, nieder. Sie müssen raus aus deinem Kopf. Sobald du das Gefühl hast, wieder müde zu werden, gehst du sofort zurück ins Bett. Auch ganz wichtig: Nicht im Bett arbeiten, fernsehen oder essen. Im Bett hast du nur eines zu tun: Schlafen. Wenn du all die anderen Störfaktoren beiseite räumst und deinen Körper darauf konditionierst, dass wenn du ins Bett gehst, auch geschlafen wird, wirst du leichter in den Schlaf finden.

Mittagsschlaf = Power Nap!

Zugegeben, wer von uns hat wirklich Zeit einen Mittagsschlaf einzubauen? Wahrscheinlich nicht so viele. Solltest du dir doch einmal diesen Luxus gönnen, beachte, dass der Mittagsschlaf nicht länger als 20 Minuten dauern sollte, ansonsten nimmst du dir Einschlafqualität am Abend und es fällt dir schwer, müde zu werden.

Dunkelheit ist euer Freund

Ein Punkt, den ich nicht so gerne mag, der dennoch wahre Wunder wirkt. Wenn es dunkel wird, schütten wir Melatonin aus, das Hormon, welches uns müde macht. Ich selbst liebe es morgens gemeinsam mit der Sonne wach zu werden, was durch die heruntergelassenen Jalousien etwas erschwert wird. Die Mischung macht’s: Halb runtergelassen haben morgens einige Sonnenstrahlen Platz, meinen Organismus auf natürliche Art (meist vor dem Wecker) aufzuwecken und abends ist es dunkel genug, um einzuschlafen. Solltet ihr nachts wach werden und ins Bad müssen, macht auf keinen Fall das Licht an, sonst werdet ihr im Handumdrehen putzmunter. Wer den Weg nicht finden sollte, sollte wenigstens gedimmtes Licht verwenden.

Wenn gar nichts hilft, hilft autogenes Training oder Lavendel

Entspannungstechniken und Atemübungen klingen nach Räucherstäbchen und Esoterik, sind aber eine essentielle Soforthilfe, wenn sich das Gedankenkarussell trotz Aufschreiben weiterdreht. Es gibt geführte Meditationen, eine Menge Podcasts, YouTube-Videos und Hintergrundgeräusche um den Prozess des Einschlafens zu verbessern. Doch hier sei angemerkt: Die ständige Beschallung am Abend ist nicht für jeden was. Solltet ihr nach 10-20 Minuten immer noch nicht eingeschlafen sein, hilft euch dieses Werkzeug eher dabei, wach zu bleiben. Vor allem wenn das Hörbuch wieder ganz besonders spannend ist.

Lavendel beruhigt und ist als Tee mit Honig ein echter Schlummertrunk. Es gibt auch einige Lavendelölsprays, die man sich auf das Kissen sprühen kann. Nebeneffekt: Riecht auch ganz wunderbar!

Eine gute Schlafhygiene beginnt bereits lange bevor ihr Schlafen geht

Kleine Weisheiten zum Schluss: Eine Temperatur zwischen 18 und 21° ist ideal zum Schlafen mit einer leichten Decke. Regelmäßige Schlafzeiten beeinflussen euren Biorhythmus positiv – das bedeutet auch am Wochenende zu normalen Zeiten schlafen und aufstehen. Zu fettiges und eine zu große Menge Essen am Abend können sich negativ auf den Schlaf auswirken – ein kleiner, leichter Mitternachtssnack hingegen deutlich positiv, da Essen eine beruhigende Wirkung auf unseren Körper hat. Ohrstöpsel helfen, Störgeräusche zu minimieren und das unterbewusste Alarmsystem des Körpers in der Nacht auszutricksen, wenn man mal eine Nacht in der Nähe eines Flughafens oder einer Autobahnabfahrt übernachten muss.

Die Quintessenz ist, kümmert euch um eine gute Schlafhygiene, wenn ihr Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen habt. Denn: Weniger Schlaf bedeutet nicht, mehr Zeit zu haben. Euer Körper wird sich für durchgemachte Nächte oder zu viel Alkohol vorm Schlafen rächen. Langsam und leise.

4 KOMMENTARE

  1. Super Beitrag, vielen Dank!! Werde die Tipps mal bei Gelegenheit ausprobieren und die Gelegenheit kommt bestimmt sehr bald🙈

  2. Ich schwöre ja auf Lavendelöl. Einige Tropfen auf Kissen, Handgelenke und Schläfen und ich bin weg! Aber auch bei deinen anderen Tipps kann ich mich wiederfinden. Vor allem: Im Bett wird geschlafen und nicht gegessen und Netflix geguckt.

    Danke für die tolle Aufzählung 🙂
    Liebe Grüße
    Magdalena

    • Eine richtige Schlafhygiene ist so so wichtig, um unseren Körper zum Ruhen und Einschlafen zu konditionieren! Es freut mich sehr, dass du dich in einigen Tipps wiederfindest. Lavendelöl soll einfach so gut sein, muss man einfach ausprobieren und schauen, ob es für einen selbst etwas ist.

      Liebste Grüße
      Laura

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