Bloggen – Content-Wunderwaffe oder doch eher reine Zeitverschwendung? Entscheide du! Denn Bloggen ist letztlich immer das, was du daraus machst!

Wenn du einfach drauf los und ohne Strategie bloggst, dann wirst du dein Ziel (falls du denn überhaupt eines hast) nur schwer erreichen. Wenn dein Blog zum Erfolg werden soll, solltest du dir immer wieder Gedanken darüber machen – über seine Ausrichtung, seine Leserschaft und deine Ansprüche. Und nicht nur ganz am Anfang, sondern auch immer dann, wenn es mal hakt und einfach nicht laufen will, solltest du dir auch überlegen, wie du deinem Blog auf die Sprünge helfen kannst. Ich verrate dir hier fünf Hacks, die dir dabei behilflich sein werden.

#1 Netzwerke und verbinde dich mit anderen Bloggern

Auch wenn du deinen Blog in Eigenregie aufgebaut hast und dich generell als Einzelkämpfer bezeichnest, heißt das nicht, dass du vollständig auf ein Netzwerk verzichten solltest. Durch die Verknüpfung mit anderen Bloggern ergeben sich für dich in Rekordzeit spannende Synergien, die deinem eigenen Projekt in vielerlei Hinsicht auf die Sprünge helfen werden.

Wer beispielsweise regelmäßig fremde Blogbeiträge empfiehlt und in den eigenen Artikeln verlinkt, steigert nicht nur seine eigene Bekanntheit, sondern auch die Chance, ebenfalls genannt und angepriesen zu werden.

Außerdem kannst du auf dein Blogger-Netzwerk immer wieder dann zurückgreifen können, wenn es mal klemmt und du fachlichen Rat brauchst. Egal ob WordPress-Problem, Social Media-Flaute oder rechtliche Fragen – dein Netzwerk wird dir helfen, jede Baustelle hinter dir zu lassen und (wieder) richtig durchzustarten.

So baust du dir ein Blogger-Netzwerk auf

  • Empfehle regelmäßig andere Blogger und ihre Beiträge (wenn du sie gut findest)
  • Nimm an Blogparaden und Instagram-Challenges teil
  • Initiiere selbst Blogparaden und Instagram-Challenges
  • Gründe regionale Blogger-Gruppen (beispielsweise auf Facebook)
  • Besuche Blogger-Stammtische

#2 Nutze Pinterest als wichtige Trafficquelle

Nun, da wir alle die DSGVO, den #abmahngate und andere Schreckgespenster halbwegs hinter uns gelassen haben, können wir uns endlich wieder den schönen Themen aus der Blogosphäre widmen – wie zum Beispiel Pinterest.

Ja, die Plattform ist im Grunde genommen schon wieder ganz schön ausgelutscht und es gibt kaum etwas, was noch nicht darüber gesagt oder geschrieben wurde. Doch trotzdem erlebe ich es immer noch, dass Blogger Pinterest heillos unterschätzen.

Die wichtigste Information gleich vorweg: Pinterest ist kein soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine. Hier herrschen also ganz eigene Regeln, die dir beispielsweise die Bossbabes Alexandra und Caroline erklären können.

Wenn du Pinterest erst einmal verstanden hast, wirst du hier nicht nur sehr viel Spaß haben und Inspiration ohne Ende finden, sondern auch jede Menge Traffic für deinen Blog generieren. Für immer mehr Blogger gehört die Plattform neben Google und Facebook zu den Top 3-Besucherquellen.

#3 Betreibe Community Management

Einen erfolgreichen Blog führen ohne auf Social Media präsent und aktiv zu sein? Kaum möglich!

Und obwohl das die meisten Blogger wissen, lassen sie trotzdem wertvolle Potentiale verstreichen – da blutet mir manchmal das Herz! Nur damit das klar ist: Ja, Facebook, Instagram, Twitter und Co. eignen sich durchaus, um auf neue Blogbeiträge, Produkte, Aktionen, etc. aufmerksam zu machen. Doch bedeutet das nicht, dass diese Kanäle zur Dauerwerbesendung für dich und deinen Blog verkümmern sollten.

Das Zauberwort lautet: Community Management. Oder wie ich es gern formuliere: In sozialen Medien herrscht keine Einbahnstraßen-Kommunikation! Löse dich also von der Selbstbeweihräucherungs-Taktik und tritt in einen echten Dialog mit deiner Community!

  • Stelle ihnen Fragen und interessiere dich auch wirklich für die Antworten!
  • Rufe zu Mitmach-Aktionen (unter einem bestimmten Hashtag) auf und werte diese hinterher auch aus!
  • Bitte um Feedback und gehe offen mit der Kritik um!
  • Gehe auf die Fragen, Anmerkungen und Vorschläge deiner Follower und Fans ein!

Social Media ist ein unfassbar mächtiges Werkzeug für uns Blogger – wir sollten also endlich begreifen, wozu es alles in der Lage ist und es nicht immer wieder bloß zur Litfaßsäule degradieren.

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#4 Werde crossmedial

Die einen sind der Meinung, Blogs sind längst tot, die anderen finden, dass ihre Ära jetzt – da sich die Spreu vom Weizen trennt – erst richtig beginnt. Ich denke: Blogs, die aus der Masse herausstechen und langfristig bestehen wollen, müssen:

  1. qualitativ extrem hochwertig sein und
  2. crossmedial agieren

Ich beobachte es überall. Blogger sind längst nicht mehr nur Blogger. Sie sind auch Youtuber, Podcaster, Instagramer, Buchautoren oder ganz einfach: Content Creators… eben alles, was sie zusätzlich noch sein wollen und (ganz wichtig!) können. Denn wer auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt, riskiert auch mal ganz schnell den unsanften Fall.

So wird deine Instagram-Story erfolgreich!

Daher lautet mein Rat: Fokussiere dich auf zwei, maximal drei Medien, die du nutzen willst, um deine Community zu erreichen. Ein Blog, der durch einen Podcast oder einen Youtube-Channel ergänzt wird, schafft (bei gute Umsetzung) einen optimalen Mehrwert für den Konsumenten. Doch alles drei Komponenten zusammen werden für den Produzenten schnell überfordernd, was sich letztlich als erstes und am deutlichsten bei der Qualität des Contents bemerkbar macht.

Beschränke dich daher lieber auf wenige, dafür clever gewählte Medien und Kanäle, um deinen Fokus nicht zu verwässern. Bei der Wahl der richtigen Option darfst du sehr gern auch auf dein Herz hören. Und – auch das ist in meinen Augen eine ganz wichtige Erkenntnis – du darfst jedes Medium zu deinem ganz eigenen machen. Pfeif‘ also gern auf gängige Etiketten und leg‘ einfach los!

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#5 Habe den Mut zur Nische

Apropos Fokus – dieser ist meiner Meinung nach nicht nur im Hinblick auf die Kommunikationskanäle wichtig, sondern auch schon ein paar Schritte vorher: bei der Wahl deines Themas.

Ich weiß, dass sich hier die Geister scheiden, doch aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich dir sagen: Mit einem Nischenblog wirst du in kürzerer Zeit deutlichere Erfolge feiern können als mit einem „Lifestyle-Reise-Food-Allerlei-Blog“. Weil du dir schneller einen Namen machst und weil du dich nicht gegen eine übermächtige Konkurrenz behaupten musst.

Die Nische, die ich vor dreieinhalb Jahren gewählt habe, ist die Stadt, in die ich damals gezogen bin. Ich habe im Frühjahr 2015 einen Städteblog über Erfurt gegründet und erreiche mit diesem mittlerweile rund 10.000 Leser im Monat. Wenn ich bedenke, dass meine Zielgruppe ziemlich spitz ist, finde ich das gar nicht mal so schlecht.

Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfolg meines Blogs darauf fußt, dass ich mich thematisch so stark eingegrenzt habe und darum auch genau wusste, wen ich mit meinen Artikeln erreichen will. Mittlerweile gelte ich nicht nur als Regional-Influencerin und wurde von ZEIT online interviewt, ich habe auch mein eigenes Buch – einen Reiseführer für Erfurt – veröffentlicht. Alles dank meiner bewussten Entscheidung für die Nische.

Und für alle, die zu viel Angst vor thematischer Einschränkung und kreativer Zensur haben: Ich habe mir mittlerweile einen Zweitblog angelegt, auf dem ich über alles schreibe, was mich gerade beschäftigt – es spricht also nichts dagegen, der Nische irgendwann auch mal den Rücken zu kehren.

Einen Blog zu starten ist leicht

Mit diesem aber auch wirklich durchzustarten dafür umso schwieriger. Die Tipps, die ich hier mit dir geteilt habe, sind keinesfalls als Allheilmittel zu verstehen. Jeder Blog, der aufs nächste Level gehoben werden soll, muss individuell analysiert und optimiert werden und letztlich gibt es tausend Aspekte, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Trotzdem hoffe ich, dass ich dir mit meinen fünf Hacks etwas Inspiration mit auf den Weg geben konnte. Lass es mich gern wissen, welcher dir am meisten geholfen hat und ob du vielleicht noch etwas ergänzen würdest.

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Jessika Fichtel ist Kreativkopf, Matroschka-Sammlerin, Linkshänder, Pflanzen-Freundin, Outdoorsport-Begeisterte, Thüringerin mit Leib & Seele und leidenschaftliche Wortakrobatin. Letzteres ist auch der Grund für ihre Berufswahl. Vom Schreiben leben zu können war schon immer ihr großer Traum und so erfüllt es sie immer wieder mit Stolz, sagen zu können, dass sie es geschafft hat: Sie arbeitet seit 2015 als freiberufliche Autorin, Bloggerin und Texterin in ihrer Wahlheimat Erfurt.

4 KOMMENTARE

  1. Toller Artikel Jessika, danke für die nützlichen Tipps!

    Vor allem der Mut, sich eine Nische zu suchen, ist meiner Erfahrung nach essentiell, um wirklich weiterzukommen. Wenn man ein Nischenthema wirklich mit Begeisterung erfüllt, ist es eine fantastische Erfahrung, dass man damit sogar mehr statt weniger Leser bekommt. Und zwar die richtigen, interessierten, die einem dann treu die Stange halten. Anfangs hatte ich Bedenken, ob ich denn zu einem Thema so viel schreiben kann, aber der kreative Prozess leistet da ganz erstaunliches und eins ergibt das nächste. Und möchte man mal über Randgebiete berichten, bieten sich umso mehr Kooperationen und Gastbeiträge an – einfach andere Blogger*innen ins Boot holen.

    Lasst uns alle Experten werden!

    Liebe Grüße aus dem Süden nach Erfurt,
    Deine Lotta

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